Glossar/Grundlagen

Schalldruck = akustische Energie in Dezibel dB (A)

(A = Schallfilter, der kaum hörbare Frequenzen abschwächt, gut hörbare verstärkt)

 

Dezibel = dB ist ein logarithmisches Mass

+10 dB = Verzehnfachung des Schalldrucks = Verdoppelung des Lärms fürs Ohr.

Verzehnfachung der Flüge = Verzehnfachung des Schalldrucks = Verdoppelung des Lärms

 

Lmax = Maximalwert eines Überflugs, Lärmspitze

 

Leq = levelled equivalent = mittlerer Lärmpegel

(z.B.: durchschnittlicher Lärmpegel von 06 – 22 Uhr)

 

Nat 70 = number above threshold of 70 dB Lmax, Mass für Anzahl lauter Überflüge

 

L den = day, evening, night. Zuschlag 18-22 Uhr + 5 dB, 22- 06 Uhr + 10 dB

Berechnung mit komplizierter Log-Formel

Approximativ: Leq 24h + 1,5 dB, Leq 16h + 2,5 dB, Ldn + 0,5 dB

Lärm berechnen = immer tiefer als messen, laut LSV leider massgebend

 

Belastungsgrenzwerte Stufe II (Wohngebiete) Leq

06 - 22 Uhr: 60 dB

22 – 23 Uhr: 55 dB

23 - 24 Uhr: 50 dB

05 - 06 Uhr: 50 dB

Von 22 bis 24 Uhr und 05 bis 06 Uhr sind total 12 Nat 70 möglich, also kein Schutz

 

Planungsgrenzwerte (Wohngebiet) Leq Allschwil 2015 Leq

06 – 22 Uhr: 57 56,2

22 – 23 Uhr: 50 53,0

23 - 24 Uhr: 47 47,8

05 – 06 Uhr. 47 28,2

 

Lärmreduktion im Haus

bei weit geöffnetem Fenster: 0 - 5 dB (in Wirklichkeit Lärmvermehrung, wegen Lärmreflexion durch Zimmerwände)

bei gekipptem Fenster: 10 dB

bei geschlossenem Fenster 20 – 35 dB

 

Lärmreduktion durch Distanz-Verdoppelung zur Lärmquelle: 6 dB

 

Störpotential: z.B. bei 55 dB: Flugzeug / Strasse = 2 / 1

 

Lärm: Start versus Landung 5 km ab EAP gleich gross

 

BASUD: Direktstart nach Süden über Neuallschwil, Binningen, Bottmingen, Reinach etc. (im Jahresmittel ca. vier / Tag, erlaubt acht / Tag. Z.Zt. ca. 1`600 Flüge / Jahr)

 

Direktstart: Siehe BASUD

 

ELBEG-Kurve: Start nach Süden, anschliessed Flug über Allschwil nach Westen, dann nordwärts und ostwärts, total 270° (ca. 14`000 Flüge / Jahr)

 

Lärm-S: Südstart mit S-förmiger Ausweichkurve über Grenze Allschwil/Elsass, danach Einspuren auf BASUD (ca. 1`600 Flüge / Jahr)

 

LUMEL-Kurve: Start nach Süden, dann ca. 90° Kurve nach Westen über Allschwil (ca. 17`000 Flüge / Jahr)

 

ILS33: Südlandungen, Flugkorridor wie Direktstarts, vorgeschrieben ab 5 Knoten Rückenwind bei Nordlandungen (erlaubt bis 10% aller Landungen / Jahr)

 

FABEC: Functional Airspace Block Europe Central (Neuordnung der Flugrouten für Holland, Belgien, Luxenburg, Frankreich, Deutschland, Schweiz ; z.Zt. sistiert wegen angedrohten Fluglotsenstreiks. Brächte 10 Direktstarts und 10 Lärm-S / Tag zusätzlich.)

 

RNAV: Radionavigationsverfahren für LUMEL und ELBEG, mit Verschiebung der Startkurven gegen die Schweiz, seit 2014

 

BAFU: Bundesamt für Umwelt

 

BAZL: Bundesamt für Zivilluftfahrt

 

EMPA: Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

 

EKLB: Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung

 

ACNUSA: Autorité de Contrôle des Nuisances Aéroportuaires

 

DGAC: Direction Générale de l`Aviation Civile

 

ESPOO-Konvention: Das Übereinkommen über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen. (Vorgeschrieben für alle neuen Flugverfahren mit grenzüberschreitender Wirkung.)

 

SUP: Die Strategische Umweltprüfung. Die SUP ermöglicht den Einbezug der Umweltanliegen bei der Ausarbeitung und Bewilligung von Plänen und Programmen,

Teil von Espoo.

 

UVP: Umweltverträglichkeitsprüfung

 

LSV: Lärmschutzverordnung (CH)

 

USG: Umweltschutzgesetz (CH)

 

LUPO: Luftfahrtpolitik, Bericht des Bundesrates

 

SIL: Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt

 

FLK: Fluglärmkommission beider Basel

 

UEK: Umwelt- und Energiekommission BL

 

TUK: Trinationale Umweltkonferenz (eine Sitzung /Jahr)

 

ADRA: Association de Défense des Riverains de l'EuroAirport

 

BISF: Bürgerinitiative Südbadischer Flughafenanrainer

 

GVF: Gemeindeverbund Flugverkehr (Allschwil, Schönenbuch, Binningen, Bottmingen, Reinach, Arlesheim, Hochwald)

 

KLUG: Koalition Luftverkehr, Umwelt und Gesundheit

 

SV: Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Basel