Fakten in Kürze

Impact-Studie des EAP zu einer verlängerten Nachtflugsperre: keine Verluste

Laut EAP-Studie von 2009 hätte eine Nachtflugsperre von 23 bis 6 Uhr wie in Zürich  keinen Passagierverlust des EAP zur Folge. Die Airlines  könnten sich „anpassen“ oder  „voraussichtlich anpassen“, inklusive Easyjet. Der EAP befürchtet jedoch einen Verlust von 264 Millionen Franken verteilt über fünf Jahre wegen eines möglichen Wegzugs von  Expressfrachtern. Wegzug wohin? An allen umliegenden Flughäfen ist die Nachtflugruhe inzwischen länger als in Basel. Laut Fedex bestehen keine Wegzugspläne. Laut Novartis Schweiz wird der EAP von ihr kaum genutzt, die Fracht geht per LKW nach Frankfurt und wird erst dort in Flugzeuge verladen. Laut David Kaiser von der Firma DHL ist die grosse Mehrheit der Frachttransporte gar nicht für unsere Region bestimmt. Die Expressfrachtfirmen sind nur in Basel wegen der langen Betriebszeit von 5-24 Uhr und wegen den niedrigen Taxen.


Wertverluste von Immobilien durch Fluglärm

Laut einer Studie der Zürcher Kantonalbank beträgt der Verlust bei Eigentumswohnungen oberhalb eines mittleren Schallpegels von 50 Dezibel am Tag für jedes weitere Dezibel 1,2 Prozent. 2016 betrug der mittlere Schallpegel tagsüber in Allschwil 57 Dezibel. Aber laut Studie „reagiert der Markt am sensibelsten auf Immissionen zwischen 21 und 24 Uhr“. Wie bei den Gesundheitsschäden: am meisten schadet der Fluglärm in der Nacht. Wir kennen „gute“ Steuerzahler, die weggezogen sind. Aber es geht ja nicht nur um Geld. Es geht um Menschen, um ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität.

Externe Kosten aller drei Landesflughäfen

Extern sind Kosten, die von der Flugwirtschaft verursacht aber nicht selbst getragen sondern auf die Allgemeinheit überwälzt werden. Sie betragen in der Schweiz pro Jahr 920 Millionen Franken (Ecoplan-Studie von 2014 z.Hd. Bundesamt für Raumentwicklung). Davon entfallen 686 Millionen auf Klimaschäden, 107 Millionen auf vor – und nachgelagerte Prozesse und 103 Millionen auf Gesundheitsschäden durch Luftschadstoffe und Fluglärm sowie lärmbedingte Immobilienwertverluste. Die Verluste durch Bauverbote wurden nicht berücksichtigt.


Easyjetisierung des EAP, ein Risiko für die Sicherheit

Laut Bericht des Bundesrates zur Luftfahrtpolitik von 2016  „sind  bei europäischen Low Cost Carriern vermehrt sogenannte atypische Arbeitsverhältnisse zu beobachten. So werden Pilotinnen und Piloten beispielsweise über eine temporäre Arbeitsvermittlungsfirma eingestellt und von Luftverkehrsunternehmen nur bei Bedarf angemietet“. „Diese Arbeitsverhältnisse können sich auf die Sicherheit des Flugbetriebs negativ auswirken“. Solche Verhältnisse herrschen seit einiger Zeit auf dem EAP. Laut Medienberichten und einer Interpellation im Landrat hat Easyjet 25 Leihpiloten engagiert. Easyjet befördert 60 Prozent der EAP-Passagiere. Die Easyjetisierung des EAP geschieht auf Kosten des Personals, der Sicherheit und des Lärmschutzes.